Im Stau Stehen wird in Zukunft produktiver

by smichaelis on October 10, 2011

Vorstandsvorsitzender von Audi, Rupert Stadler in der Brand Eins: Heft 10 Oktober 2011:

Und das Automobil wird gerade für Pendler in Zukunft noch stärker eine Art Arbeitsraum sein, das durch die sogenannte Connectivity noch attraktiver wird. Ja, Sie werden künftig häufiger im Stau stehen – aber Sie werden dank neuer Technologien keinen Stress mehr haben. Ihr Auto wird sich mittels Kamera- und Sensortechnik automatisch fortbewegen. Sie werden währenddessen mit Freunden kommunizieren, Musik hören oder im Internet surfen.

In Zukunft werden wir mit unseren Autos also noch mehr im Stau stehen. Das ist aber alles überhaupt kein Problem mehr, weil wir dann Musik hören können und im Internet surfen und mit unseren Freunden kommunizieren werden. Mit anderen Worten: Das Straßennetz ist in Zukunft noch überlasteter als jetzt schon. Aber anstatt hier fundamental was zu ändern, machen wir lieber das im Stau stehen angenehmer?

Ich kenne ein Transportmittel, da kann man jetzt schon während der Fahrt mit Freunden kommunizieren, Musik hören und im Internet surfen: Die Bahn.
In der Bahn kann ich Reisezeit schon seit Jahren sinnvoll nutzen. Schön. dass die Automobilindustrie das jetzt auch für sich entdeckt hat. Ich bin im Moment igendwie immer noch Fan von der Bahn.

Schöne Oberflächen für Webapps: Twitter’s Bootstrap

by smichaelis on August 24, 2011

Twitter hat die Tage auf Github “Bootstrap” veröffentlicht, ein Toolkit mit dem man schnell Weboberflächen bauen kann. Bootstrap stellt oft wiederkehrende Elemente wie Buttons, Forms, Dialoge und Textelemente im Twitter-Style zur Verfügung. Dabei beschränkt sich Bootstrap aber auf CSS- und HTML-Definitionen und verzichtet auf Javascript. Dadurch bleibt einem die Wahl des JS-Frameworks selbst überlassen.

Daneben gibt Bootstrap aber auch noch einige durchdachte Konventionen vor, welche vor allem für Techies sicher ein große Hilfe sind. Ein Beispiel:

As a convention, buttons are used for actions while links are used for objects. For instance, “Download” could be a button and “recent activity” could be a link.

Im Gegensatz zu manch anderen Projekten wie z.B. jQuery UI hat sich Twitter in den letzten Jahren viele viele Gedanken über gutes UI-Design gemacht. Diese Erfahrungen sind jetzt wohl auch in das Bootstrap-Toolkit eingeflossen.

Wenn ich nochmal eine Webapp from Scratch bauen muss, dann werde ich Bootstrap mit Sicherheit in Erwägung ziehen. Das gibt mir viel Sicherheit, gut durchdachte UI-Elemente zu nutzen. Kritiker werden jetzt natürlich sagen “Meine App soll aber nicht so aussehen wie twitter!”. Ich behaupte mal bei vielen (v.a. internen) Projekten ist das egal. Im Gegenteil sogar:

Die Großen (Facebook, Twitter, Google) setzen was UI-Design angeht Standards, an die sich die User gewöhnen, wieso sollte ich die nicht nutzen?

Wenn Facebook, Twitter und Co. in Zukunft noch mehr von ihren Erfahrungen und  entwickelten Technologien in OpenSource-Projekte einfließen lassen, würde das auf jeden Fall Einstiegshürden für neue Online-Projekte minimieren.

Google kauft Motorola. Auswirkungen auf das Ökosystem Android?

by smichaelis on August 16, 2011

Google hat für USD 12 Milliarden die Mobile-Sparte von Motorola gekauft. Motorola baut ja schon länger gute Telefone für Android und hat auch einen nicht ganz so kleinen Marktanteil vermute ich. Das heißt, in Zukunft ist Google nicht nur Software-Hersteller, sondern auch Telefonproduzent.

Ich stelle mir jetzt die Frage, wieso sollte ich mir in Zukunft noch ein Gerät von einem Partnerhersteller holen und nicht direkt von Google bzw. Motorola? Die Vermutung liegt nahe, dass die Motorola Google-Geräte in Zukunft besser mit Android harmonisieren und von Weiterentwicklungen schneller profitieren werden. Motorola soll aber weiterhin als separates Geschäft betrieben werden, sagt Larry Page. Die Verantwortlichen bei den anderen großen Android Partnern scheinen den Merger irgendwie ziemlich gut zu finden:

“We welcome today’s news, which demonstrates Google’s deep commitment to defending Android, its partners, and the ecosystem.”

Die Android-Plattform wird die Übernahme bestimmt stärken. Letztendlich geht es hier aber doch auch darum, dass Google sich an dem (großen) Kuchen beteiligen will, der bisher den Hardware-Herstellern vorbehalten war:

I am confident that these great experiences will create huge value for shareholders.
(Larry Page)

Jetzt konkurieren diese plötzlich irgendwie doch mit Google selbst auch wenn die oben genannten Zitate sich nicht danach anhören.

Als Hardwarehersteller wie HTC würde ich mir jetzt jedenfalls ein bisschen Sorgen machen. Wie schützt man ein Ökosystem, indem man Teilnehmer davon aufkauft? Aber vil. ging es ja auch nur um Patente oder so, wer weis, wer weis ;-)

Männersache – BH-Farbe vs. Kilometerstand

by smichaelis on July 29, 2011

Die meisten erinnern sich sicher noch. Die weibliche Facebook-Nutzerschaft hat irgendwann mal ohne jeden Kommentar die Farbe ihres BHs auf Facebook veröffentlicht. Die Männerwelt zerbrach sich Tage lang den Kopf, bis irgendwann herauskam, dass es sich um eine Aktion für mehr Brustkrebs-Awareness handelte. Coole Sache, wie auch allfacebook.com schreibt.

Nun, jetzt schlägt die Männerwelt zurück. Kreativ wie wir nunmal sind, veröffentlichen wir jetzt alle, wieviele Kilometer wir schon mit unserem liebsten Statussymbol Spielzeug, dem Auto nämlich, durch die Gegend gedüst sind.

Dieses Jahr machen wir es genauso und werden den Kilometerstand unseres Autos in den Status schreiben. Schreibt nur die Zahl, !!!!!!!!in euren Status !!!!!!!!!, und ladet alle Männer ein, die ihr kennt!

Da haben wir Männer uns mal wieder von unserer ganz besonders kreativen Seite gezeigt. Falls sich irgendwann herausstellen sollte, dass es sich dabei um eine mega Viral-Aktion gegen C02 Ausstoß von Greenpeace oder so handeln sollte, nehme ich diesen Blogbeitrag natürlich zurück ;-)

Naja, schauen wir mal, wie viele da noch mitmachen. So viele wie bei der BH-Aktion werden es vermutlich nie werden. Seine BH-Farbe bekommt man vermutlich deutlicher schneller raus, als den Kilometerstand vom Auto ;-)

Die BH-Aktion fand ich da irgendwie deutlich cooler und sinnvoller. Aber ich will euch jetzt nicht den ganzen Spass verderben.

Die NEXT11 in Berlin

by smichaelis on May 21, 2011

Lange habe ich es vor mir her geschoben, jetzt nehme ich die Next11 als Anlass, endlich mal mit dem Bloggen anzufangen. Von nun an werde ich also schreiben über Bücher die ich lese, Konferenzen die ich besuche, und wirre Theorien, die mir so unter der Dusche kommen. Und schreiben muss man ja auch erst einmal üben.

Also ich war auf der NEXT11…

Die NEXT11 “Data Love” war meine erste große Digital/Online/Marketing/Tech Konferenz. Wie man vil. an meinem Twitter-Spam gemerkt hat, war ich auch leicht euphorisiert von den vielen Gleichgesinnten auf einem Haufen: 1651 Teilnehmer aus 16 Ländern, 155 Speaker, die insgesamt über 11.000 Tweets zur NEXT11 verfasst, haben, yeah.

Ein Highlight war der Elevator Pitch auf der Next Stage

Gut gefallen hat im Elevator Pitch mir Joinbox. Die Jungs bauen eine All-in-one Inbox für Mails, Twitter, RSS usw. Das coole daran: Es wird nicht versucht, den Stream zu personalisieren oder zu priorisieren – Einfach nur All-in-one Inbox mit einer schönen Suche, bin gespannt auf die Beta. Auf die Frage der Jury nach der Monetarisierung haben eigentlich fast alle Startups mit “Ganz einfach, wir machen Freemium” geantwortet. Hm, na gut.

Community Driven Business Models im Social Track

Im Social Track ist mir vor allem Matt Stinchcomb von Etsy in Erinnerung geblieben. Etsy ist eine Community für Bastler, die dort auf einem Marktplatz ihre Erzeugnisse anbieten können. Die Aussage von Matt zum Thema Community Based Business Models war: Wenn unsere Community Erfolg hat, haben auch wir Erfolg. Wenn unsere Community keinen Erfolg hat, haben wir auch keinen. Daher unterstützt Etsy seine Community auch z.B. mit dem Etsy Lab, wo regelmäßig Workshops abgehalten werden und die Community kostenlos handwerkliche Werkzeuge und Maschinen von Etsy nutzen kann.

Studenten, geht zur NEXT!

Die Learnings vieler Vorträge waren mir teilweise schon irgendwie klar, aber gerade im Technology Track konnte ich einiges mitnehmen. Das eigentlich spannende an der NEXT11 war für mich aber die Kombination der Teilnehmer. Es waren viele Junge Leute da, aber eben genau so große Namen und alte Hasen der Branche. So entstand ein für mich unglaublich lehrreicher Dialog über Daten, Startups, Agenturen und den Megatrend Daten ;-) Übrigens, als Student kommt man teilweise sehr günstig zur NEXT. Danke SinnerSchrader!


 

Hello world!

by smichaelis on May 20, 2011

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